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  • Energiewandel im Quartier · Scientific World Café
  • 3. Dezember · Bauhaus.Atelier · Weimar
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Rückblick 2014

Der 6. Internationale wissenschaftliche Kongress Bauhaus.SOLAR fand vom 2. bis 3. Dezember 2014 im Kulturzentrum mon ami in Weimar statt und widmete sich dem Thema »Energiewandel und zukunftsfähige Architektur«.

Die Energiewende und der energetische Umbau von Gebäuden, Siedlungen und Städten stellen uns vor enorme Herausforderungen. Zukunftsfähige Architektur entsteht, wenn die gebaute Umwelt und die notwendigen Veränderungen bei der Energieerzeugung miteinander in Einklang gebracht werden. Dafür müssen nicht nur technologische Fragen gelöst, sondern auch wirtschaftliche und soziale Faktoren bis hin zu kulturellen Transformationsprozessen berücksichtigt werden.

Aus diesem Spannungsfeld ergeben sich komplexe Herausforderungen, die an zwei Tagen in Weimar eingehend wissenschaftlich beleuchtet und an praktischen Lösungen diskutiert wurden. Seit 2008 fördert der Internationale Kongress Bauhaus.SOLAR den fachübergreifenden Dialog von Architekten, Planern, Bauingenieuren, Technikern, Designern und Vertretern der Solar-, Immobilien- und Finanzwirtschaft, um wegweisende innovative Konzepte, Projekte und Forschungsergebnisse auf dem Gebiet regenerativer Energien und besonders der Solartechnik auszutauschen und weiter zu entwickeln. Im Fokus steht dabei unter anderem der ästhetische Einfluss energiebezogener Elemente auf Architektur und Stadtplanung.

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Mit dem Bauhaus.SOLAR-Motto »Energiewandel und zukunftsfähige Architektur« fokussiert die Kongressreihe verstärkt auf die Schnittstelle zwischen technologischen Neuentwicklungen und energiebasierter Planung. Dieses Konzept interpretiert die gebaute Umwelt (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Quartiere etc.) als Energiesystem. Gebäude sind energetisch betrachtet Abnehmer, die die eintreffende Solarstrahlung in nutzbare elektrische und/oder thermische Energie (Heizung, Kühlung) umwandeln.

Wir freuen uns, dass wir Prof. Brian Cody (Graz University of Technology) für einen Keynote-Vortrag gewinnen konnten. Cody steht für das Zusammendenken von energetischen Aspekten, Architektur, Ästhetik und Ingenieurwesen. Unter dem Slogan „Form Follows Energy“ hat er zahlreiche Impulse bei inspirierenden Projekten und in Forschung & Lehre gesetzt.

Der Kongress mit rund 200 Teilnehmern widmete sich sowohl der Ästhetik von energiebasierten Elementen in Architektur und Stadtplanung als auch neuesten Technologien für elektrische und thermische Speicher sowie Wärmepumpen. Die präsentierten innovativen Modelle fokussierten auf neue Solarenergiekonzepte für Stadtquartiere und Industrieparks und berücksichtigten sowohl Bestandsgebäude als auch Neubauten bzw. -planungen. Die programmatische Erweiterung des Themas solare Energie spiegelt das steigende Interesse der Nutzer hinsichtlich Verbrauch, Nutzen und Zukunftsfähigkeit wider. In diesem Zusammenhang wurden auch die lokalen Erfordernisse für Batterien und elektrische Netze diskutiert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem intelligenten und effizienten Gebrauch von Energie in Kombination mit Mess- und Schalteinrichtungen und in Abhängigkeit von der verfügbaren Solarstrahlung und den Stromkosten.

Am Vormittag des ersten Tages wurde durch den Veranstaltungspartner greenkon3 ein Workshop mit dem Thema »Das sybridKONZEPT – Nachhaltigkeit planen« angeboten. Dieser ist an Planer und Entscheider, Ingenieure und Architekten gerichtet, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Lebenszyklusanalyse beschäftigen.

Artikel in der Thüringer Allgemeine vom 4. Dezember 2014